Archiv der Kategorie: Lebendige Partnerschaft

Aus dem Wittichenauer Wochenblatt – Osterreiten demnächst mit Frauenquote? Erwiderung auf den Beitrag von Klaus Köhn von Horst Dutschmann

Im Wochenblatt 7 vom 6. Mai 2022 hat Herr Köhn aus Bad Honnef von der tiefen Frömmigkeit des hiesigen Osterreitens berichtet. Ich war zunächst erfreut und beeindruckt welch hohes Ansehen unsere langjährige Tradition auch in anderen Bundesländern genießt. Beim weiteren Lesen seines Beitrages allerdings ist mir die Freude schnell vergangen. Ich möchte wetten, dass es neben mir sicher 98% aller Osterreiter ebenso ergangen ist. Wie Herr Köhn richtig schreibt, gibt es diesen Brauch seit 481 Jahren zwischen Wittichenau und Ralbitz, vorher aber schon seit Ende des 15. Jahrhundert zwischen Hoyerswerda und Wittichenau. Wo gibt es in unserem Land noch derartige lange christliche Traditionen? Mit Recht können wir darauf sehr stolz sein und wir müssen und werden alles daran setzen, dass es auch in Zukunft so bleibt. Zuerst habe ich nach dem Lesen gedacht das ist ein Witz oder ein dummer Jungenstreich. Da Sie aber geschichtlich dokumentiert im unteren Teil die herausragenden Fähigkeiten der Frauen vor 2000 Jahren und auch in der heutigen Zeit in Vordergrund stellen, scheint mit Ihr Vorschlag, dass Frauen mitreiten sollten, doch ernst gemeint zu sein. Mir ist bisher noch nie ein derartiger Wunsch von Wittichenauer Frauen zu Gehör gekommen. Man fragt sich da mit Recht, welche Verbesserung bringt es? Es wäre interessant zu erfahren, wie Ihre weiteren Vorstellungen über die Teilnahme von weiblichen Reiterinnen aussehen soll. Ich denke da an die Bekleidung oder an den zukünftig zu erwartenden erhebenden Gesang. Ist auch eine Quotenregelung vorgesehen? Wird ein weibliches Fahnenpaar eingeführt oder gibt es gar in naher Zukunft auf Grund des Machtstrebens eine weibliche Prozessionsleiterin? Niemand in Wittichenau hat in den vielen Jahrhunderten gewagt an der Art und Weise und Durchführung des Osterreitens zu rütteln. Sicher hat man das Osterreiten immer den Männern überlassen, weil es eine wirklich anstrengende körperliche Sache ist. Neben der körperlichen Belastung muss man auch stimmlich gut gerüstet sein, um die vielen Lieder und Gebete stimmgewaltig rüber zu bringen. Wer weiß unterwegs von den Umstehenden schon, dass außerhalb der Dörfer auf den kilometerlangen Wegen allein 4 Rosenkränze, die lauretanische Litanei, mehrere Anrufungen zur Gottesmutter und ehrfürchtig zur Kreuzverehrung gebetet wird? Ich glaube es gibt mittlerweile leider viele, die heutzutage nicht mehr wissen wie ein Rosenkranz überhaupt gebetet wird. Es ist nicht auszuschließen, dass gerade aus diesem Grund der Herrgott uns diese segensreiche Tradition für unsere Region solange erhalten hat. Sicher heutzutage hat jeder das Recht seine Meinung zu äußern. Deshalb habe ich lange überlegt, ob ich zu Ihrem Artikel Stellung beziehen soll. Ich bin kein Prozessionsleiter, aber unterdessen mit 59 Jahren Teilnahme der dienstälteste Reiter in der Wittichenauer Prozession. Herr Köhn Sie und der Partnerschaftsverein aus Bad Honnef haben uns nach der Wende dankenswerter Weise viele hilfreiche Tipps und Ratschläge gegeben um in der freien Marktwirtschaft bestehen zu können. Wir in Wittichenau haben in den vielen Jahrhunderten zumindest was das Osterreiten betrifft unsere eigenen Erfahrungen gemacht und sehen derzeit keinen Anlass irgendetwas daran zu ändern. Im Übrigen, falls sie es nicht wissen oder bemerkt haben sind unsere Frauen beim Osterreiten voll integriert. Damit wir auf den Pferden auch schick aussehen bereiten sie all unsere Bekleidungen vor, versehen die Kopfstücke des Pferdes kunstvoll mit Blumen, beköstigen aufopferungsvoll die Ralbitzer Reiter, nach Ostern wird die gesamte Bekleidung gereinigt und schrankfertig fürs nächste Jahr eingeräumt und nicht zuletzt sind sie den ganzen Tag in Gedanken bei uns und beten, damit wir wieder glücklich heimkehren. Wir sind froh und dankbar, dass wir sie haben, ohne sie würden wir manchmal alt aussehen. Deshalb sei ihnen an dieser Stelle mal ein herzliches Dankeschön gesagt. Herr Köhn Sie nehmen mir es sicher nicht übel, wenn ich Ihnen jetzt auch einen närrischen Vorschlag mache. Nehmen Sie bitte mal das hochgelobte Dreigestirn des Kölner Karnevals in Augenschein. Dort gibt es schon seit Urzeiten neben dem Prinz und dem Bauern noch eine Jungfrau, die leider seit Generationen von einem Mann dargestellt wird. Wie wäre es, da mal die Frauenquote anzustreben und nach einem echten jungfräulichen Objekt Ausschau zu halten?

Horst Dutschmann

 

 

Wo Sorbisch im Alltag und an den Feiertagen zu hören ist von Andreas Kirschke

Sorbischer Trachtenumzug

Wittichenau / Kulow.) In Blau-Rot-Weiß sticht das Lindenblatt hervor. Die sorbischen Farben sind unverkennbar. „Sorbisch live. Tule Serbšći-nu dožiwiće“ (Hier erleben Sie Sorbisch)“ steht auf der Metall-Stele am Kolpingplatz in Wittichenau. Sie verweist auf sorbische Gottesdienste in der katholischen Pfarrkirche, auf das Programm der Vogelhochzeit des Sorbischen Nationalensembles in der Sporthalle, auf die Fronleichnams-prozession mit sorbischen Trachten durch die Stadt Wittichenau, auf die Osterprozession zu Pferd durch Wittichenau und die Ortsteile sowie auf das Maibaumwerfen mit sorbischen Trachten in Spohla und in Saalau. „Die Tafel soll Neugier, Stolz und Identität wecken. Damit reagieren wir auf Nachfragen von Besuchern. Vor allem Radwanderer und Touristen erkundigen sich immer wieder, wo denn in Wittichenau Sorbisch gelebt, gewahrt und gepflegt wird“, unterstreicht Initiator Stephen Rachel, seit 1995 Bauamtsleiter und seit 1998 Sorbenbeauftragter der Stadt Wittichenau. „Einheimische Sorben indes sollen sich durch die Tafel ermutigt fühlen, sich stärker zu ihrer Muttersprache zu bekennen und sie offensiver anzuwenden.“

Rund 4.000 Euro kostete die Stele. Die Stadt Wittichenau finanzierte sie durch Mittel aus dem Sorbischen Kommunalprogramm. Dieses wird getragen durch das Sächsische Innenministerium. Ein Qu-R-Code auf der Stele verweist auf weitere Termine und Orte. Zu finden sind diese zumeist auf der Stadt-Internetseite www.wittichenau.de. „Wir haben jetzt begonnen, einige Bereiche unserer Stadtseite ins Sorbische zu überset-zen“, sagt Stephen Rachel. „Schritt für Schritt soll die komplette Seite auch in Sorbisch zu lesen sein. Mittel aus dem Kommunalprogramm finanzieren die Übersetzung und die technische Realisierung.“

Auch auf weiteren Gebieten konnte die Stadt bereits Mittel aus dem Sorbischen Kommunalprogramm gezielt einsetzen. Für die CSB-Kinder-tagesstätten in Wittichenau und Sollschwitz sowie für den katholischen Kindergarten Jakubetzstift Wittichenau beschaffte die Stadt sorbisches Lehr- und Lernmaterial. Für die CSB-Kitas Wittichenau und Sollschwitz besorgte die Kommune Trachten. Sie vervollständigen den jeweiligen sorbischen Hochzeitszug. Für die Krabat-Grundschule in Wittichenau und die Korla-Awgust-Kocor-Oberschule in Wittichenau konnte die Stadt dank Mitteln des Sorbischen Kommunalprogramms Lehr- und Unter-richtsmaterialien kaufen. Ebenso flossen Mittel gezielt in die Beschaffung zweisprachiger Hinweisschilder für das Wegeleitsystem in der Stadt. Künftig sind darin Ziele wie Sportplatz, Turnhalle und Rathaus in Deutsch-Sorbisch zu lesen. „Eine der ersten Maßnahmen mit Mitteln des Kommunalprogramms war die zweisprachige Beschriftung wichtiger Gebäude in der Stadt wie Rathaus, Kindergärten, Grundschule und Oberschule“, erinnert sich Stephen Rachel. Die jetzige Maßnahme für die Stele ´Sorbisch live. Hier erleben Sie Sorbisch´ knüpft an all die genannten Maßnahmen an.

Schritt für Schritt will der Sorbenbeauftragte jetzt in der Stadt prägende Läden wie Bäckerei und Apotheke sowie Handwerker, Gewerbetreiben-de und Freiberufler einbinden. Die Läden, so die Idee, könnten sich künftig mit einem kleinen sorbischen Lindenblatt zu erkennen geben: gerade dort wird Sorbisch im Alltag gesprochen, gerade dort gibt es sorbische Muttersprachler als Mitarbeiter. „Intern überlegen wir im Rathaus derzeit, ob wir künftig für Wittichenau an den Ortseingängen zweisprachige Stadt-Begrüßungs-Tafeln aufstellen. So ähnlich wie in Hoyerswerda. Auch damit würden wir die Sprache vor Ort aufwerten“, erläutert der Sorbenbeauftragte.

Fortsetzen will die Stadt die Übersetzung ihrer Internet-Seite ins Sorbische. Dabei arbeitet sie seit Jahren gut mit Übersetzerin Božena Braumannowa zusammen. „Wir hoffen auch auf mehr Sorbisch-Schüler in der Oberschule“, sagt Stephen Rachel. „Das Kollegium um Schulleiterin Ines Lesche bemüht sich sehr um gute Sprachvermittlung. Es muss uns gelingen, mehr Eltern zu überzeugen, dass ihre Kinder in der Oberschule von Klasse 5 an bis zur Klasse 10 durchgängig Sorbisch erlernen können. Wir als Stadt können nur die Rahmenbedingungen schaffen. Zudem braucht es Zugpferde zur Sorbisch-Vermittlung. Zu ihnen gehören außer den engagierten Erzieherinnen der Witaj-Gruppen in den Kitas vor allem die katholische Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt Wittichenau mit dem sorbischen Pfarrer Gabriš Nawka, der katholische sorbische Verein „Bratrowstwo“ (Brüderlichkeit) mit Chor und Theatergruppe sowie die Grundschule „Krabat“ und Oberschule „Korla Awgust Kocor“ mit engagierten Schülern und Lehrern vor Ort.

Aus dem „Wittichenauer Wochenblatt“ Herausgeber Alexandra Heil

 

Fotos: Kirschke
Neugier, Stolz, Identität soll die Stele am Kolpingplatz in Wittichenau wecken. Sie richtet sich sowohl an Einheimische als auch an Besucher der Stadt wie Radwanderer und Tagestouristen. Bauamtsleiter Stephen Rachel ist seit 1998 Sorbenbeauftragter in der Stadt. Von ihm kam die Idee für die Stele.

Es lebe die Tradition! von Klaus Köhn – Ein Diskussionsbeitrag von Klaus Köhn

Klaus Köhn 

 

481 Jahre Osterreiten – wahrlich ein erhaltens- und ehrwürdiger Brauch. 1991 und 1992 haben meine Frau und ich zum ersten Mal mit unseren neuen Wittichenauer Freunden Ostern in großer Ergriffenheit erleben dürfen. Wir waren von der tiefen Volksfrömmigkeit tief beeindruckt und erlebten einen sehr aufgeregten und nervösen Gastgeber in seinen umfangreichen Vorbereitungen auf das Osterreiten. Wenn wir dann nach 30 Jahren wieder die Bilder im Wittichenauer Wochenblatt wie Jahr für Jahr betrachten, können wir uns kaum der Gefühle erwehren, die uns selbst noch heute immer wieder ergreifen. Es hat sich nichts verändert – nicht nach 30 und nicht nach 481 Jahre! Auf den ersten Blick großartige Bilder! 2022 fünf Seiten und mehr! Doch fehlt beim genaueren Hinsehen etwas­: Reiterinnen. Wir erinnern uns, dass es vor 30 Jahren noch hieß: Diese Reitprozession sei für die Frauen körperlich zu anstrengend. Näher nachgedacht habe ich damals über dieses Argument nicht. Zu überwältigend und nachhaltig waren unsere ersten Eindrücke. Doch zwischenzeitlich erlebten wir viele sozialen Veränderungen. Unser Frauenbild hat sich mehr und mehr verändert. Feuerwehrfrauen und Soldatinnen – früher ein Unding – sind heute selbstverständlich. In vielen traditionsreichen Schützenvereinen, die nur den Männern vorbehalten waren, werden Frauen zu gleichberechtigten Mitgliedern. Mit der städtischen Schützenordnung von 1710 taucht das Amt des Bruchmeisters bei den Schützen in der Stadt Hannover auf, Teil der regionalen Identität und ein traditionelles männliches Ehrenamt. 2022 wird das Bruchmeisteramt für Frauen und Männer geöffnet, und das Amt setzt ein wichtiges Zeichen für eine gelebte und bewegliche Schützentradition. „Wir wollen die Attraktivität des Schützenwesens und auch des Schützenfestes stärken; Traditionen sollten sowohl bewahrt werden, aber auch zukunftsfähig gestaltet werden“.

Beim Schaffermahl in Bremen, dem ältesten, sich alljährlich wiederholenden Brudermahl der Welt sind Frauen auch erst seit 2015 regulär als Gäste zugelassen. Sind die Damen jetzt trinkfester?

Unter den Osterreitern sehe ich in jedem Jahr den Sohn unserer Wittichenauer Freunde. Doch seine ältere Schwester, mit ihrer Tochter erfolgreiche Springreiterin in Wittichenau, mit großen Vorbildern im internationalen Reitsport, striegelt im Stall die Pferde für ausschließlich männliche Osterreiter. Unter ihnen soll es auch solche geben, die gar nicht reiten können.

 

Welche Gründe sprechen nun gegen eine Teilnahme von Osterreiterinnen? Sicherlich keine Theologischen. Nicht nur nach dem Matthäusevangelium (Kapitel 28) waren es Maria Magdalena und Maria, die kamen, um nach dem Grabe zu sehen … Und der Engel sagte zu den Frauen: „Fürchtet Euch nicht! Ich weiß, dass Ihr Jesus, den Gekreuzigten sucht. Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden. Geht nun hin zu den Jüngern und sagt ihnen, dass er von den Toten auferstanden ist.“ Die Frauen waren es, die den Auftrag bekamen, die Osterbotschaft zu verkündigen. Und sie waren die Ersten, denen der Auferstandene erschien und den Auftrag wiederholte. Matthäus hatte davon Kenntnis, die auch der Erzählung im Evangelium nach Johannes 20, 11 – 18 ursprünglich zugrunde liegt. Matthäus lässt die dritte der von Markus genannten Frauen Salome (vgl. Markus 16, 1 ff.) unerwähnt. Auch Lukas (Kapitel 24) bestätigt diese Ereignisse. Und ausgerechnet die Frauen sollen von der Verkündigung der Osterbotschaft auf dem Rücken der Pferde ausgenommen werden.

Wir haben heute nicht mehr die fast ausschließlich patriarchalische Gesellschaft wie vor 500 Jahren. Die Osterbotschaft und ihre Verkündigung sind der Kern des Brauchtums, aber bitte nicht im Widerspruch zu den Evangelien. Die Frauen sollten daher mitreiten können, wenn sie es wollen, vielleicht für die Männer, die nicht reiten können, wenigsten für drei Jahre, denn was sich in Köln schon drei Jahre wiederholt, ist Tradition, und altes Brauchtum ist wieder geheilt und auferstanden.

 

Herzlicher Empfang in Wittichenau zur Stadtführung

Frau Dr. Nicole Schott, Vorsitzende des Partnerschaftsverein Wittichenau  und Tom Klinkert begrüßten am Ostersonntag 2022 die Reisegruppe aus Bad Honnef und überbrachten die Grüße des Wittichenauer  Bürgermeisters Markus Posch.

Sie bedankten sich bei Peter Endler für die Leitung der Jahresreisen zum Abschluss als ehrenamtlichen Reisebegleiter in den letzten 10 Jahren überreichten ein Foto vom Markt in Wittichenau.

Anschließend führten sie die Gruppe durch ihre Stadt und begannen mit dem Partnerschaftsdenkmal. Der Weg führte durch die Altstadt, zum Stadtteich und letztlich zu der gerade restaurierten Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt. An einem Pfeiler des Kirchenschiffes erinnert eine Gedenktafel an Johann Schadowitz, das historische Vorbild der sorbischen Sagengestalt des Zauberers Krabat, der 1704 hier bestattet wurde.

Rechtzeitig zur Rückkehr der Kreuzreiter mit anschließender Andacht endete die Stadtführung wieder auf dem Marktplatz.

 

Jahresreise 2022 zum Osterreiten nach Wittichenau und Prag

 

 

Die Mitreisenden der Jahresreise 2022 vor der Villa Troja in Prag 

 

Das höchste kirchliche Fest in der katholischen Oberlausitz ist Ostern. Die Botschaft der Auferstehung Christi wird in den sorbischen Regionen mit einer Reiterprozession, dem Osterreiten, gefeiert, in dem die Osterbotschaft weitergegeben wird. Die Teilnehmer der Jahresreise des Partnerschaftskomitees Bad Honnef-Wittichenau nahmen als Besucher am diesjährigen Osterreiten und an der Abschlussandacht teil.  Das auf dem Prozessionsweg gesungene „Halleluja“, die gesprochenen Gebete auf dem 12 km langen Weg nach Ralbitz haben die Honnefer tief beeindruckt.
Nächste Station war die Fahrt mit einer Kleinbahn in das Lausitzer Seenland, der größten künstlichen Seelandschaft in Europa. Vor 10 Jahren erlebten einige Mitreisende die damalige Baustelle und konnten die Fortschritte der Realisierung der Freizeitangebote mit vielen Besuchern bestaunen.

Die neue Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Wittichenau Dr. Nicole Schott, ehemalige Auszubildende der Stadtsparkasse Bad Honnef und ihr Vorstandskollege Herr Kockert übernahmen persönlich die Führung durch Wittichenau.

Weiterer Höhepunkt war der dreitägige Besuch in der goldenen Stadt Prag. Schon zum dritten Mal führte Dr. Iva Banska auf Jahresreisen in Tschechien die Gruppe, diesmal durch ihre Heimatstadt. Jugendstilgebäude, barocke Kirchen prägten den Führungsweg. Auch Teilnehmer, die Prag bereits kannten, haben viele neues erleben können.

Auf dem Heimweg verabschiedeten sich nach 10 Jahren, der bisherige Leiter der Jahresreise des Partnerschaftskomitees, Peter Endler und seine Frau Christel, in dieser Funktion. Die Gruppe begrüßte mit Beifall seine Nachfolgerin Brigitte Kirwald, die bereits im August, beim Nachleseabend die Jahresreises 2023 vorstellen wird.

Bedeutung des Osterreitens für eine Wittichenauer Familie in unserer Patenstadt von Christine Winter

 

von Christine Winter

OSTERN – welch bedeutender und wichtiger „Termin“ in unserer „Jahresplanung“ – jedes Jahr! Und nicht nur weltweit, sondern speziell auch für unsere Gegend, für unseren Wohnort und – für unsere Familie, im großen wie im kleinen.

Wir sind „alte Wittichenauer“, wohnen schon immer und sind glücklich hier. Und somit sind wir mit den verschiedenen Traditionen der Osterzeit einfach vertraut, wenngleich sich in manchen Jahren eintretende Veränderungen, die nicht absehbar sind, aber vollziehen.

Seit 481 Jahren verkünden die Kreuzreiter ohne Pause die Auferstehung des Herrn, aber 2019 hat Corona nicht nur die Osterzeit „stillgelegt“…!

Ostern – Der Ostersonntag ist für alle der Höhepunkt und bedeutet nicht nur das Ende der Fastenzeit, welche `pünktlich` an Faschingsdienstagnacht beginnt und möglichst mit einem oder mehreren persönlichen `Opfern` verbunden ist; Verzicht auf negative Gewohnheiten, Gewichtsreduzierung, uvm. Musik und Tanz sind außen vor!

Die Fastenzeit ist eine ruhige Zeit. Nach außen ruhig, aber der Countdown läuft…

Gehrock, Zylinder, weiße Handschuh, Stiefel, Schwanzschleife für das Pferd, Gesangbuch,   im Ort Ralbitz: Anmelden von Unterkunft und Futterverpflegung für das Pferd sowie Anmeldung zur Verköstigung des Reiters, oftmalige Absprachen und „Besprechungen“ der Reiter im Stall – an alles muss gedacht werden, alles muss vorbereitet werden, alles ist wichtig. Unsere Männer entwickeln eine ganz besondere Betriebsamkeit.

Schon die Besorgung der Pferde für den Kreuzreiterritt ist ein Kapital für sich: zeitintensiv, ideenreich, das Motto: eine Hand wäscht die andere – steht. Der große Zusammenhalt in unserer Gegend ist besonders spürbar.

 

Mein Mann Joachim war  2017 zum 50. Mal Kreuzreiter. Unsere gute Freundschaft mit Benno Schlegel, dem Besitzer des Reiterhofes in Wittichenau, erleichterte das Besorgen eines guten Pferdes und beide ritten viele Jahre gemeinsam, oft in der Kreuzträgergruppe.

Aber ist kam auch garnicht so selten vor, dass bei „Not am Mann“ die für Achim und Benno vorgesehenen Pferde an Reiter abgegeben wurden, welche Pech mit ihren Pferden hatten; dann war es doch fraglich, wie unsere Männer mit den „Ersatzpferden“ wieder nach Hause kamen….  Es ging letztendlich immer gut, beide sind eben erfahrene Pferdeliebhaber.

 

Die Pferde werden für den Kreuzreiterritt z.T. von weit her ausgeliehen, besonders geputzt, gestriegelt, die Mähne erhält oftmals einfallsreiche Ornamente eingeflochten, das Geschirr duftet nach frischem Leder bzw. sind herrliche Muschelgeschirre umgelegt.

In unserer Familie wurde stets am Karfreitag das familieneigene Pferdegeschirr in der Küche geputzt.

Der Anspruch für „unsere Pferde“ war stets ein gebundenes Blumenband aus frischen Blumen, welches am Reitgeschirr befestigt wird. Oh, sie leuchteten und es kam auch vor, dass es zeitig gefressen wurde… Rückblickend war es zu DDR-Zeiten sogar schwierig und einfallsreich, zu dieser Zeit überhaupt Blumen und Asparagus unter dem Ladentisch zu bekommen. Und da war es wieder: eine Hand…! Oftmals habe ich Blumenbänder für mehrere Pferde gebunden, sie waren einfach zu schön.

 

Wenn man von den 1000 Kleinigkeiten vor und zu Ostern absieht, die sich in Küchen, Ställen, Höfen, Familien abspielen, ist die Osterzeit auch ein Treffen vieler Familien mit ihren Angehörigen bzw. Freunden und Bekannten. Vor allem am Ostersamstag sieht man überall die Spaziergänger und es herrscht allgemein eine lockere Stimmung. Viele Besucher nehmen bereits am Abend des Karfreitags an der Prozession durch die Stadt teil, es sind jedes Jahr viele Hundert Prozessionsteilnehmer.

 

Nur die Tradition des Färbens der Ostereier hat sich in unserer Familie geändert!                 Vor ca. 40 Jahren noch, stets nach der Karfreitags-Prozession trafen wir uns bei guten Freunden und färbten bis spät in die Nacht die Ostereier, weil die Kinder sie als Überraschung am Ostersonntag erst im Nest sehen sollten…

Heute färben wir sie in allen Farben und Mustern am Samstag – mit den Kindern und Enkeln.

 

Auch wenn die „aktive Zeit des Osterreitens“ in unserer Familie vorbei ist, AKTIV bleibt die Osterzeit allemal. Oft ist es möglich und dann verbringen wir das Osterwochenende gemeinsam – eine große Freude, wenn die 10köpfige Familie am Tisch sitzen und die Traditionen weiterhin erleben und vielleicht fortführen kann.

 

Stille, Grabesruhe, Hufe-Trappeln, Gesang der Kinder und Jugendlichen, wenn sie von den Dörfern kommend, bei uns vorbei ziehen, Pferdetransporte, Kirchenfahnen, Häuserschmuck, Spaziergänger, wichtige Gespräche: wie wird das Wetter, überall Kinder und Kinderwagen, endlich wieder Glocken-läuten… Leben in der Osterzeit.

Ostern in Wittichenau – man muss es einfach live erleben:

Zur Gänsehaut-Stimmung mischt sich manche Freudenträne, wenn die Kreuzreiter am Ostermorgen in der Wittichenauer Kirche um 5.00 Uhr das „Triumpf, der Tod ist überwunden“ anstimmen.

 

Und überhaupt- Wittichenau ist das ganze Jahr ein Besuch wert – nicht nur zu den vielen traditionellen Ereignissen und Erlebnissen –die Türen sind immer offen, kommen Sie herein

HERZLICH WILLKOMMEN-

 

 

 

 

Karneval mal (wieder) anders oder So viel Heimlichkeit in der Faschingszeit von Alexandra Heil – Wittichenauer Wochenblatt

 

 

Da uns das traditionelle Fasching feiern auch dieses Jahr wieder nicht möglich war, musste man das Beste draus machen und andere Möglichkeiten in Betracht ziehen. Zur Einstimmung auf die tollen Tage und aufgrund des Kappenabendausfalls plante meine Schwester eine Kostümgeburtstagsfeier. Anschusseln, feiern, Spaß haben und zusammen sein. Die Party wurde bis aufs kleinste Detail vorbereitet. Doch der derzeitige allgemeine Spielverderber war wieder mal pünktlich zur Stelle. Unsere verehrte Gastgeberin wurde den Abend vor der Feier positiv auf Corona getestet. Da meine Schwester schon große Menüs gezaubert hatte und kistenweise Getränke herbei geschafft hatte, musste eine Notlösung her. Das Geburtstagskind begab sich ohne Widerworte in Quarantäne, also in die obere Etage des Hauses und die geladenen Gäste (zumindest ein kleiner Teil davon) trafen sich in der unteren Etage und machten sich über die Köstlichkeiten her. Die Kinder waren glücklich wieder Kostüme anzuziehen und die Erwachsenen fühlten sich maskiert auch immer noch pudelwohl. Das Schminken flutschte immer noch und haben wir nicht verlernt, die Perücke kann man auch noch tragen und das gemeinsame Trinken und Spaß haben funktioniert ebenso. Probekarnevalsabend erfolgreich überstanden! Den darauffolgenden Freitag fieberten wir nun mit Spannung entgegen. Der OnlineKarneval war angesagt. Aufgrund eines MagenDarm Infektes in der Familie musste ich mich alleine auf dem Weg zur Vorführung bei meinen Eltern machen. Die Anwesenden an diesem Abend freuten sich darauf und waren natürlich auch alle kostümiert. Noch schnell etwas essen, eine kleine Polonaise zur Einstimmung und zum Spaß für die Kinder und wir erwarteten den Beginn der Show. Die Übertragung schien zunächst erstmal zu klappen. Wir sahen und hörten etwas. Doch schnell bemerkten wir, dass etwas nicht rundlief. Alle paar Sekunden stockte der Livestream. Zunächst hofften wir darauf, dass es nur am Anfang Probleme gibt, aber es wurde nicht besser. Schnell bemerkten wir, dass wohl alle Probleme bei der Übertragung hatten. Wie schade! Enttäuschte Gesichter. Aber wir lassen uns die Stimmung nicht vermiesen. Vorallem die Kinder machen es uns vor und ich wollte ehrlich gesagt noch nicht aufgeben. Nach hektischem Hin und Her telefonieren, schreiben und lesen von Nachrichten per Facebook und WhatsApp, Versuch eines Downloads der Show usw. kam der erlösende Link zum Anschauen. Endlich konnte der Onlineabend starten. Und wir hatten Spaß! Von Gesang, über Büttenreden, Tanz, Schunkeleien, Witzen, interessanten Interviews und einen Einblick hinter die Kulissen uvm. war alles vertreten. So konnte der Fasching gern weitergehen, aber heute muss ich erstmal nach Hause.

Auf dem Nachhauseweg trällerte eine Männertruppe von Siedlung kommend bis fast nach Hause begleitend noch Kling Klang, du und ich…, Mein Schlesierland… Kurz vor der Haustür begegnete ich noch einen Kappenbruder, der mir einen letzten Helaugruss für diese Nacht zurief. Samstag sollte man dann, so hörte man von einigen munkeln, so gegen 15 Uhr auf dem Markt sein. Irgendetwas sollte da stattfinden. Also machten wir uns fertig. Die Kinder riefen:“ Endlich wieder Kostüm anziehen!“ Angekommen auf dem Marktplatz, war ich dann doch sehr erstaunt. Er war gut gefüllt. Vor der Marktpassage standen die Frauen des Weiberfaschingsvereins und läuteten den Weiberfasching ein. Es wurde gesungen, geschunkelt und gelacht. Von dem was erzählt wurde habe ich nicht allzu viel verstanden, aber egal die Stimmung war trotzdem gut. Und wie ich gehört habe, wurde sogar eine neue Prinzessin gekürt, Prinzessin Christin von SchnipSchnaps aus dem Hause HaarMoni. Plötzlich hieß es, es gibt auch einen Umzug. Von der Kamenzer Straße aus Richtung Marktplatz war die riesige Fahne der Roten Funken zu sehen und hintendran Frauengruppen, aber auch vereinzelte Männer. Es reihten sich nach und nach immer mehr ein und es wurde gleich noch eine Runde gedreht. Anschließend verweilte man noch ein wenig auf dem Marktplatz bis es zu kalt wurde. Vom Kaffeekränzchen bei den Eltern ging es dann gegen 18 Uhr, aber ohne Kinder, wieder los. Und man war erstaunt, wie viele Garagen, Partyräume und überdachte Terrassen als Bar herhalten konnten. Da legte der Sohn eines bekannten DJs der Stadt auf und trieb die Stimmung zum Höhepunkt. Nach etwas längerem Aufenthalt und in gemütlicher Runde, ging es weiter Richtung Schützenplatz und danach Sperlingslust. Da bemerkte man aber schon, dass die ersten in der Runde langsam abbauten, trotzdem gegen 22 Uhr auf zur Siedlung. Bei leckerem Essen und mehreren Runden Wasser verabschiedeten sich die ersten und auch wir entschlossen dann 24 Uhr ins Bett zu marschieren. Doch noch schnell ein kurzen Abstecher zum Hornigsweg. Naja und aus 10 Minuten wurden dann doch etwas mehr. Das Wittichenauer schmeckte immer noch und gute Laune, laute Musik, Schunkelei und Tanz luden einfach zum längeren Verweilen ein. Aber um 2 Uhr lag ich dann doch endlich im Bett. Gute Nacht Wittichenau, es war ein schöner Tag! Endlich wieder so viele farbenprächtige und fröhliche Menschen zu sehen tat der Seele gut. Und so ging es allen die wir getroffen haben. Und schön war es auch endlich Samstag irgendwo ohne Probleme reinzukommen und Platz zum Tanzen zu haben und die meisten Gesichter auch zu kennen. Leider war Sonntag die Nacht um 7 Uhr schon wieder zu Ende. Ausschlafen, so wie früher geht auch nicht mehr. Und so schleppte ich mich Sonntag etwas lädiert über den Tag. Nach dem Mittag kostümiert eine Runde bei strahlendem Sonnenschein durch die Stadt gedreht und dabei einem kleinem Fahrradcorso begegnet. Da die Kinder nächsten Tag zur Schule und in den Kindergarten müssen und mich mal wieder meine Migräne plagt bleiben wir heute Abend daheim. Schließlich muss ich ja Montag auch wieder fit für ein paar Fototermine sein. Morgens die Kinder kostümiert und angemalt, noch schnell ein paar Luftballons ans Haus, die Fahne gerichtet und erst mal schnell ins Büro. Dann ging es in die Kita St. Marien zum Fototermin. Der Karnevalsverein samt Band „Blech gehabt“ wurde erwartet. Meine Tochter erblickte mich sofort und wusste nicht, ob sie sich freuen oder weinen sollte. Am Ende freute sie sich über einen Tanz mit der Mama und Onkel Uwe. Am Nachmittag trafen wir uns mit der Familie auf dem Marktplatz. Der Rosenmontagsumzug war ja eigentlich abgesagt und trotzdem war die Innenstadt gefüllt mit bunt kostümierten Menschen. Es wurde natürlich vorab gemunkelt, dass auch heute ein paar Wagen durch die Stadt kommen sollten. So war es dann auch. Einzelne Clubs und Gruppen der Stadt, Kotten, Sollschwitz, Dörgenhausen, Keula ließen es sich nicht nehmen durch die Straßen zu ziehen. Auch Koblenz war mit dabei, durften aber aufgrund des motorisierten Zuggefährtes nicht durch die Stadt. Im Anschluss blieben wir bei schönsten Sonnenschein noch etwas auf dem Markt, bis es kein sonniges Plätzchen mehr gab und wärmten uns in einer Bar bei leckerem Kuchen, Sekt, Bier und Schnäpschen auf. Mit den Kindern ließen wir den Tag ausklingen. Ein Besuch im Schützenhaus powerte die Kleinen so richtig aus. Viel Platz zum Toben und Fange spielen. Völlig durchgeschwitzt marschierten wir nach Hause und die Kinder schliefen zufrieden ein. Mein Mann der noch ne Runde drehen wollte kam gegen 21 Uhr etwas enttäuscht nach Hause, da wohl alles schon dicht war. Aber eigentlich war er das selber auch schon. Für mich war die Feierei erstmal zu Ende. Ich musste mich wieder auf meine Arbeit konzentrieren. Dienstag noch einen kleinen Abstecher zum Seniorenfasching in der alten Schule. Hier wurde ich freundlich empfangen und gleich zum frühstücken eingeladen. Danach waren die Faschingstage 2022 endgültig für mich vorbei und es waren ein paar tolle Tage! Auch wenn viele Menschen zu Karneval unterwegs waren, haben die

Meisten auch an jene Menschen gedacht, welche momentan in der Ukraine um ihr Leben fürchten müssen und/ oder auf der Flucht sind. Dieses Ereignis lässt Niemanden kalt und überschattet derzeit jeden Augenblick. Ein normaler Fasching war aufgrund dessen nicht wirklich möglich. Das merkte man bei Gesprächen, aber auch bei den Umzügen. Friedenstauben und Peacezeichen konnte ich an den Wagen, aber auch bei den Karnevalisten sehen. Strahlende Kinderaugen, tanzende kleine Feen, Piraten, Prinzessinnen, Hexen und Zauberer erfreuten so manches Erwachsenenherz und ließen jedoch für einen kurzen Moment den Augenblick genießen. Hoffen wir, dass die Menschen in der Ukraine ganz bald auch wieder lächeln können. Ich werde nie verstehen können, warum Kriege überhaupt existieren. Warum sind Menschen zu so etwas fähig? Kriege sind dumm! Ist es nicht viel schöner miteinander Spaß zu haben, sich zu lieben, Kinder lachen und andere Menschen glücklich zu sehen. Lasst uns doch bitte alle einfach nur in Frieden leben. Stoppt diesen Krieg bitte jetzt! Frieden ist etwas so Wunderbares!

Sorbisches Brauchtum erleben – die „Vogelhochzeit“

 

Sorbisches Brauchtum erleben – die „Vogelhochzeit“

Zum kulturellen Reichtum der in der Oberlausitz lebenden slawischen Minderheit der Sorben gehören neben der einzigartigen Sprache eine Reihe von Traditionen und Bräuchen.

Ein beliebter jahrhundertealter Brauch ist die „Vogelhochzeit“, sorbisch: Ptači kwas. Nach dem Brauch laden die Vögel am 25. Januar jeden Jahres die Menschen zum Dank für die Winterfütterung zu ihrem „Hochzeitsfest“ ein.

In der Wittichenauer KRABAT-Grundschule sowie in den 3 Kindergärten der Stadt verkleiden sich die Kinder an diesem Tag als Vögel. Getreu dem Kinderlied „Ein Vogel wollte Hochzeit machen“ ist die Amsel die Braut und der Bräutigam ist eine Drossel. In der überlieferten sorbischen Tradition ist die Braut eine Elster (sorbisch: Sroka) und der Bräutigam ein Rabe (sorbisch: Hawron). Diese Abweichung liegt sicher an der Ähnlichkeit der Vögel. Zur Hochzeitsgesellschaft gehören weiterhin z. B. noch der Sperber als Hochzeitswerber, der Auerhahn als Kaplan, Meise, Kuckuck, Seidenschwanz, Marabu, Storch…. und viele andere Vögel.

Eine Besonderheit in sorbischsprachigen Kindereinrichtungen ist der sorbisch-katholische Brautzug, bei dem die Mädchen symbolisch die traditionelle sorbische Hochzeitskleidung anlegen, die auch Hochzeitsgäste einer „echten“ sorbischen Hochzeit tragen. Kunstvoll handgestickte Schleifen, edle Stoffe, Seidenbänder und perlenverzierter Kopfschmuck schmücken Braut, die Brautjungfern (Druschki), die Paten (Swonka) und alle anderen weiblichen Gäste. Der Bräutigam ist mit einem schwarzen Gehrock mit einem kleinen Myrthensträußchen am Rockaufschlag, einem schwarzen Zylinder und einer weißen Fliege bekleidet.
Eine sorbische Hochzeit wäre ohne Hochzeitsbitter (sorbisch: Braška) nicht denkbar. Er bereitet gemeinsam mit dem jungen Paar und deren Eltern die Festlichkeit vor, lädt die Gäste persönlich ein und leitet den Verlauf der Hochzeit. Erkennbar ist er an seinem schwarzen Zylinder mit bestickter Schleife, einem weißen Tuch in der linken Brusttasche und dem mit Bändern verziertem Stock. Wie bei jeder Hochzeit wird auch hier den ganzen Tag über gefeiert, getanzt und natürlich gut gegessen.

Zum Brauch gehört es auch, am Vorabend des 25. Januar einen Teller auf  das Fensterbrett oder vor die Tür zu stellen, der am Morgen mit Teigvögeln, Vogelnestern, Baiservögeln oder andern extra für den Anlass von den Bäckern der Region hergestellten Köstlichkeiten gefüllt ist. Zur Tradition gehört auch, dass manch kleiner Nimmersatt, der wiederholt den Teller hinausstellt, zuletzt ein Stück Kohle bekommt.

Jahresrückblick 2021 – Wittichenauer Wochenblatt

Liebe Mitglieder unseres Partnerschaftskomitees,
liebe Wittichenau-Freunde,

gern möchten wir Ihnen heute unten folgenden Artikel (von S. Liebert) aus dem Wittichenauer Wochenblatt über-mitteln. Im nächsten Jahr setzen wir dies gern fort und werden in loser Folge Aktuelles aus Wittichenau, aus dem Wochenblatt, veröffentlichen. Seien Sie vorfreudig gespannt!

Frohe Weihnachten & Einen guten Rutsch!

 

 

Herzliche Weihnachtsgrüße

Liebe Mitglieder unseres Partnerschaftskomitees,
liebe Wittichenau-Freunde,

das zweite Jahr der Pandemie geht zu Ende. Erneut liegen 12 Monate hinter uns, in denen das Virus uns fest im Griff hatte. Aber immerhin waren wieder einige Aktivitäten des Partnerschaftskomitees möglich:

Endlich konnten wir unsere verschobene Mitgliederversammlung durchführen und einen neuen Vorstand wählen, die Jahresreise hat stattgefunden und wir haben in einer kleinen (diesmal musikalischen) Feierstunde den Tag der deutschen Einheit begangen.
Zu unserer großen Freude konnten wir dazu eine hochrangige Delegation aus Wittichenau begrüßen – Bürgermeister Markus Posch, der stellvertretende Bürgermeister Georg Szczepanski und der langjährige Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Wittichenau Peter Popella, der sein Amt in diesem Jahr abgegeben hat, waren eigens für den Abend aus Wittichenau angereist.

So hatten wir Gelegenheit, uns bei Peter Popella persönlich herzlich zu bedanken. Seine Nachfolgerin ist Dr. Nicole Schott, die eine besondere Beziehung zu Bad Honnef hat, weil sie vor ihrem Studium eine Ausbildung in der Stadtsparkasse Bad Honnef absolviert hat.

Eigentlich war zum Abschluss des Jahres unsere traditionelle Adventsfahrt geplant, die leider Corona-bedingt kurzfristig abgesagt werden musste.

Nun hoffen wir, dass es im Frühjahr wieder möglich sein wird, Aktivitäten durchzuführen. Gerne würden wir im März wieder, wie gewohnt, unsere Mitgliederversammlung durchführen. Eine Einladung dazu erfolgt selbstverständlich rechtzeitig.

Doch zunächst möchte ich Ihnen allen sehr herzlich ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start in ein hoffentlich glückliches Jahr 2022 wünschen. Bleiben Sie vor allem gesund!

Herzliche Grüße
Ihre Cornelia Nasner

Jahresreise 2022: Osterreiten in Wittichenau und das Goldene Prag

Kurzfassung unseres Programms:

Morsberg – Wittichenau – Lausitzer Seenland – Prag

   

Samstag, 16.04.22

07:00 Uhr Abfahrt Bad Honnef, Parkplatz Menzenberger Straße
Nach einem kurzen Aufenthalt im Schloss Morsberg – Erfurt, Weiterfahrt nach Hoyerswerda, City Hotel Hoyerswerda **** https://www.dormero.de/hotel-hoyerswerda/
Abendessen im „Lindenhof“, Wittichenau

Vortrag von Roland Homola ‚Tradition des Osterreitens in Wittichenau‘

 Sonntag,17.04.22

Teilnahme am Ausritt der Wittichenauer Kreuzreiter,  danach Rundfahrt mit der Kleinbahn „Seeschlage“ durch das Lausitzer Seenland bei Senftenberg, Stadtführung Wittichenau, Teilnahme an der Abschlussandacht der Kreuzreiter, Abendessen im „Lindenhof“

   

Montag, 18.04.22
Transfer nach Prag, weiteres Programm mit unser Prager Reiseleiterin Dr. Iva Banska, Unterbringung im Hotel Adria **** Superior, https://www.adria-hotel.cz/de/
Nachmittags Stadtführung, Wallensteinpalast

   

Dienstag, 19.04.22
Stadtführung Neustadt und Altstadt
Schloss Troja
, schönste römische Prunkvilla nördlich der Alpen, Abendessen im Centrum,
Schwarzes Theater, Národní třída 25, Prag 1

Mittwoch, 20.04.22
Strahov
– eine der wertvollsten, bestens erhaltenen historischen Büchereien,
Prager Loreto – Barockperle und bedeutender Wallfahrtsort,
Stadtführung Die Geschichte der Prager Burg Spaziergang Gärten der Prager Burg; zum Abschluss Moldaufahrt mit Buffet

Donnerstag, 21.04.22
Rückfahrt nach Bad Honnef , voraussichtliche Mittagspause in Randersacker bei Würzburg
Voraussichtliche Ankunft ca. 19:30 Uhr

Änderungen vorbehalten

Nachleseabend Jahresreise nach Großpolen – 9. bis 14. September 2021

Fast 40 Mitglieder des Partnerschaftskomitees Bad Honnef / Wittichenau und Mitreisende der Jahresreise nach Großpolen im September trafen sich im Alten Ratssaal zum Nachleseabend. Erneut hatte Helmut Scholz die Reise in einer rund einstündigen Bildershow zusammengefasst – in fast 60stündiger Arbeit aus rund 3500 Fotos und Videoclips. Fast alle Bilder haben er und seine Frau Gabriele während der Reise selbst aufgenommen.

 

Die Bilder zeigten das vielfältige Programm der Reise zu den Wurzeln des polnischen Staates, das mit der Christianisierung im heutigen Großpolen begann. Die Bezeichnung „Großpolen“ ist leicht irreführend und bedeutet das „ältere Polen“.

 

Helmut Scholz reihte nicht nur Bilder aneinander, sondern wählte die passende Hintergrundmusik aus und erinnerte mit den Bildunterschriften an die besuchten Stationen der Reise. Die Teilnehmer des Nachleseabends dankten ihm und seiner Frau mit langem Applaus – und einem Fässchen Wittichenauer Pils.

Wie in jedem Jahr stellte Peter Endler nach dem Rückblick auf die letzte das Programm der nächsten Reise vor, die über Ostern 2022 nach Wittichenau und Prag stattfindet. Die Mitreisenden werden den Ausritt und die Rückkehr der Kreuzreiter am Ostersonntag in Wittichenau erleben. Weiter steht eine Fahrt in die Lausitzer Seenlandschaft – die größten künstlichen Seen in Deutschland – auf dem Programm. Anschließend geht es in das Goldene Prag.

Dass das Programm großen Anklang fand, zeigte sich spontan: Noch während des Nachleseabends wurde die Mindestteilnehmerzahl für die Fahrt erreicht.

Cornelia Nasner, Vorsitzende der Partnerschaftskomitees, bedankte sich mit herzlichen Worten bei Helmut Scholz für die beeindruckende Bildershow und bei Christel und Peter Endler für die perfekte Organisation der Reise und die sehr persönliche, engagierte Reisebegleitung.

Einladung zum Nachleseabend Jahresreise 2021 nach Großpolen

Liebe Mitglieder und liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Jahresreise 2021,

bevor die Erinnerungen an die interessante Reise nach „Großpolen“ verblassen, laden wir sehr herzlich zu einer Nachlese am

Freitag, den 05.11.2021 19:30 Uhr

im Alten Rathaus – Alter Ratssaal

Bad Honnef Markt

ein.

 Helmut Scholz, Mitreisender, wird uns seinen Film über die Reise präsentieren.

An dem Abend werden wir Ihnen auch erste Ideen für die Jahresreise 2021 im Zeitraum vom

Sa; 16.04.22- bis Do, 21.04.22 zum Osterreiten nach Wittichenau und Prag vorstellen. Sollte die Planung abgeschlossen sein, ist auch eine Anmeldung am Abend möglich, ansonsten per Mail  an peter.endler@t-online.de ab 05.11.21, 19:00.

Aus personellen Gründen können an diesem Abend nur Konferenzgetränke aus dem Kühlschrank und keine Speisen bereitgestellt werden.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen.

Mit herzlichen Grüßen

Cornelia Nasner                                                          Peter Endler

Vorsitzender                                                                   Leiter Jahresreise

 

Auszug aus dem Generalanzeiger „Siebengebirge“ vom 19.10.21

 

■ BAD HON­NEF. Auf gro­ße Fahrt gin­gen 41 Mit­glie­der des Part­ner­schafts­ko­mi­tees Bad Hon­nef/Wit­ti­chen­au. Ziel der Jah­res­rei­se, die von Chris­tel End­ler und Pe­ter End­ler vor­be­rei­tet und ge­lei­tet wur­de, war das pol­ni­sche Po­sen – ei­ne Stadt, in der es auch ei­ne Men­ge ehe­mals deut­scher his­to­ri­scher Bau­ten zu ent­de­cken gab. Mit der In­sel Ostrów Led­ni­cki be­such­te die Grup­pe auch die „Wie­ge“ Po­lens. Hier fand einst die Tau­fe des Pias­ten­herr­schers Miesz­ko I. statt, der die Grün­dung des Kö­nig­reichs Po­len im Jahr 1025 folg­te. Vol­ler neu­er Ein­drü­cke kehr­ten die Bad Hon­ne­fer nach Hau­se zu­rück. qg

Bericht Jahresreise 2021 nach Großpolen

Jahresreise des Partnerschaftskomitees Bad Honnef – Wittichenau nach Großpolen

 

Nach zweimaliger Verschiebung konnten sich endlich 41 Mitglieder des Partnerschaftskomitees auf die Busreise nach Großpolen, der Wiege des polnischen Staates machen. Unter Leitung von Christel und Peter Endler war Ziel der Reise Poznan/Posen. Bei einem Zwischenstopp  stand das Museum Neues Weimar, wo unter anderem internationale Werke des Realismus, Impressionismus und Jugendstil ausgestellt sind,  auf dem Programm. Nicht erwartet hatte die Gruppe, wie sehenswert Cottbus sich präsentierte, als politisch und kulturelle Zentrum der Sorben in der Niederlausitz.

Der Fürst-Pückler-Park Branitz als Landschaftspark und das Schloss waren nächste Ziele.

Endlich Posen erreicht, begeisterte der Alte Markt mit seinem Renaissance Rathaus. Die Stadt, in der auch als Teil Preußens über 67% polnische Muttersprachler lebten ist voll von polnischen und ehemals deutschen historischen Bauten.

Mit dem Besuch der Insel Ostrów Lednicki erreichte die Gruppe die Wiege Polens, auf der ein  der wichtigsten Burgen der frühen polnischen Piasten stand. Auf ihr fand die Taufe des Piastenherrschers Mieszko I. (* um 945; † 992) statt mit der folgenden Christianisierung Polens und Gründung des Königsreiches Polen in1025.
Schlösser des polnischen Adels mit Landschaftsparks in der Umgebung Posens bestätigt die lange polnische Geschichte.  120 Jahre bis 1920 gehörte der Landstrich zu Preußen. Sie war die einzige Provinz Preußens wo die Mehrheit der Bevölkerung polnisch sprach.

Die lange Rückfahrt ins Rheinland wurde durch eine Kahnfahrt im Spreewald unterbrochen

Mit der Reise wurde wieder bestätigt, wie wichtig es ist, einen Blick auf Geschichte und Kultur unserer östlichen Nachbarn zu werfen. Dieses Aufgabe hat sich das Komitee mit bereits 5 Reisen in das EU Länder Tschechien und Polen verschrieben.

 

Partner aus Ost und West betonen die Freundschaft Komitees aus Bad Honnef und Wittichenau begehen den Tag der Deutschen Einheit

 

Klaus Magat und Stephanie Troscheit

Auszug aus dem Generalanzeiger – Siebengebirge  vom 04.10.21

BAD HONNEF. | Kurze Reden, kurzweilige Musik – und am Schluss setzte sich Bürgermeister Otto Neuhoff an den neuen Flügel im Kunstraum, um die Nationalhymne zu spielen. Eine kleine Delegation aus der Partnerstadt Wittichenau feierte mit den Freunden aus Bad Honnef den Tag der Deutschen Einheit mit einem Konzert.

Wittichenaus Bürgermeister Markus Posch, sein Vize Georg Szczepanski, der langjährige Vorsitzende des Partnerschaftsvereins in Wittichenau, Peter Popella, sowie Joachim und Christine Winter, die seit der ersten Stunde Freundschaften zu Bad Honnefern pflegen, hatten viel Spaß an der Musik von Stephanie Troscheit und Klaus Mages unter dem Motto „Motion: Piano meets Drums“. Peter Endler, der das Partnerschaftskomitee Bad Honnef-Wittichenau nach Werner Osterbrink, dem „Vater der Städtepartnerschaft“, führte, hatte die Idee, die Musik in den Mittelpunkt dieser Begegnung zu stellen, berichtete die aktuelle Komitee-Vorsitzende Cornelia Nasner.

Die Pianistin Troscheit intonierte Beethovens „Ode an die Freude“, um danach mit ihrem Mitstreiter eine Improvisation ins Jazzig-Poppige hinzulegen. Dafür gab es viel Beifall, auch für alle anderen virtuos und humorvoll zelebrierten Stücke. Zum Einsatz brachte Klaus Mages dabei auch andere Percussion-Instrumente von der „Singenden Säge“ bis zur Hupe.

Bürgermeister Otto Neuhoff befand: „Es ist schwer zu sagen, welche Musik das ist – die Mischung macht’s. Das gilt auch für die deutsche Einheit. Das ist kein Einheitsbrei, sondern Vielfalt.“ Das Stadtoberhaupt aus Wittichenau betonte dankbar: „Wir haben nicht vergessen, wie uns die Bad Honnefer unterstützt haben. Es herrschte damals eine unglaubliche Aufbruchstimmung.“

Helmut Kohls Satz von den blühenden Landschaften werde gerne belächelt, aber „es sind blühende Landschaften entstanden“, wie sie gerade erst auf der Fahrt hierher wieder gesehen hätten. Das Bundestags-Wahlergebnis in Sachsen sei nicht nachzuvollziehen, so Posch.

Neuhoff bedankte sich bei Peter Popella, der sich von 1993 bis 2021 mit großem Engagement um die Städteehen mit Bad Honnef, Tanvald und Lubomierz gekümmert hatte. Popella: „Ihr habt uns Mut gemacht, die Partnerschaft hat Früchte getragen.“ Cornelia Nasner unterstrich: „Die meisten deutsch-deutschen Partnerschaften bestehen nur noch auf dem Papier. Bei uns ist es anders.“

Sie ging auch auf künftige Themen für das Partnerschaftskomitee ein. „Andere Mauern sind entstanden. Dem müssen wir uns stellen.“ Das Musik-Duo spielte zum Abschluss des Treffens noch ein Abschiedslied – in trauriger und in fröhlicher Version. oro

PM der Stadt Bad Honnef – Besuch aus der Partnerstadt Wittichenau und Feierstunde zum Tag der Deutschen Einheit

BESUCH AUS DER PARTNERSTADT WITTICHENAU UND FEIERSTUNDE ZUM TAG DER DEUTSCHEN EINHEIT

Im Kusntraum Mitglieder Bad Honnefer Partnerschaftskomitee und Wittichenauer Gäste

Im Kunstraum am Rathaus zur Feierstunde zum Tag der Deutschen Einheit – v. l.: Joachim Winter (Wittichenau), Peter Endler, Christine Winter (Wittichenau), Bürgermeister der Stadt Bad Honnef Otto Neuhoff, Cornelia Nasner, Bürgermeister der Stadt Wittichenau Markus Posch, Georg Szczpanski (stellv. Bürgermeister Wittichenau), Peter Popella (Wittichenau) und Werner Osterbrink

Dieses Jahr veranstaltete das Partnerschaftskomitee Wittichenau eine Feierstunde zum Tag der Deutschen Einheit, bei der Musik im Mittelpunkt stand. Vorsitzende Cornelia Nasner hatte in den Kunstraum unter dem Rathaus eingeladen. Eine Delegation aus der Partnerstadt Wittichenau, die in der Oberlausitz in Sachsen liegt, hatte dafür die lange Fahrt nach Bad Honnef auf sich genommen. Bürgermeister Markus Posch, stellvertretender Bürgermeister Georg Szczepanski, Peter Popella, langjähriger Vorsitzender des Partnerschaftsvereins in Wittichenau, und das Ehepaar Christine und Joachim Winter wurden von Bürgermeister Otto Neuhoff herzlich in Bad Honnef begrüßt.

Die Musik „Motion – Piano meets Drums“ von Stephanie Troscheit am neuen weißen Flügel des Kunstraums und Klaus Mages am Schlagzeug bot melodiöse Klangvariationen mit musikalischen Zitaten, darunter auch „An die Freude“ von Beethoven.

Bürgermeister der Stadt Wittichenau Markus Posch übermittelte herzliche Grüße von den Bürgerinnen und Bürgern seiner Heimat. Es sei nicht vergessen, wie in den ersten Jahren nach der Einheit geholfen worden war. Blühende Landschaften seien entstanden. Er sagte: „Wir sind auf einem guten Weg, dass das getrennte Deutschland nur noch in den Geschichtsbüchern steht.“ Bürgermeister von Bad Honnef Otto Neuhoff hob die gesellschaftliche Vielfalt hervor.

Ein großer Dank von Bürgermeister Otto Neuhoff und Cornelia Nasner ging an Peter Popella, der seit 1993 Vorsitzender des Partnerschaftskomitees in Wittichenau war. Er hat die Tätigkeit erst in diesem Jahr an Dr. Nicole Schott, die ihre Ausbildung in Bad Honnef absolviert hat und die Stadt deshalb gut kennt, abgegeben. In Wittichenau ist heute ein Verein für alle drei der dortigen Partnerschaften zuständig. Peter Popella seinerseits dankte dafür, dass man sich gegenseitig Mut gemacht und die Partnerschaft Früchte getragen habe.

Cornelia Nasner, Vorsitzende des Bad Honnefer Partnerschaftskomitee, stellte Fragen zur Situation in Sachsen und die Folgen für die Arbeit des Partnerschaftskomitees: Sie schilderte, dass sich das Komitee unlängst darauf verständigt hatte, dass nach so vielen Jahren nach der Wiedervereinigung nicht mehr der Wiederaufbau, sondern das Thema Europa im Mittelpunkt der Vereinstätigkeit stehen solle. Wittichenau diene als Brücke nach Osteuropa, weil dort die Partnerschaften zu Lubomierz in Polen und Tanvald in Tschechien gepflegt werden. Trotzdem sei die Wiedervereinigung noch nicht abgeschlossen, was der hohe Stimmenanteil für Rechtsparteien bei den Wahlen in Sachsen zeigt. Die Menschen dort seien deutlich skeptischer gegenüber der Politik. Die neue Bedeutung für die Arbeit im Partnerschaftskomitee könne sein, sich diesen Unterschieden zu stellen.

Zum Schluss der Veranstaltung spielte Bürgermeister Otto Neuhoff die deutsche Nationalhymne auf dem Flügel und das Publikum erhob sich von den Stühlen. Wieder einmal ist es dem Partnerschaftskomitee Wittichenau mit Vorsitzender Cornelia Nasner gelungen, eine würdige Feierstunde zum Tag der Deutschen Einheit auszurichten, was Publikum und Gäste zu schätzen wussten.

(cp)

Mitgliederversammlung des Partnerschaftskomitees Bad Honnef-Wittichenau, 6. September 2021

v.l.  Peter Endler, Sylvia Landeck, Inge Niepel, Cornelia Nasner (Vorsitzende), Werner Osterbrink, Wolfgang Schade, Klaus Eckenroth (es fehlten: Erika Kösterke, Christian Schuster)

Wesentliches Thema der Mitgliederversammlung war die Neuwahl des Vorstandes.

Alle bisherigen Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt;
Sylvia Landeck ergänzt den Vorstand als Beisitzerin.

Ergebnis der Vorstandswahlen:

Vorsitzende                                       Cornelia Nasner

Stv. Vorsitzende                              Erika Kösterke

Stv. Vorsitzender                            Peter Endler

Schatzmeister und                         Klaus Eckenroth
Geschäftsführer

Schriftführer                                     Werner Osterbrink

Beisitzerin                                          Inge Niepel, Sylvia Landeck
Beisitzer                                              Christian Schuster, Wolfgang Schade

 

 

 

Heute und vor fünfundsiebzig Jahren – Gedanken eines Zeitzeugen Von Klaus Köhn

Seit März sind wir in der Folge der Corona-Krise in eine für uns nicht bisher vorstellbare Welt geschleudert worden. Alles scheint nicht mehr normal zu sein und wurde von den Füßen auf den Kopf gestellt.

Mein Denken versetzt mich 75 Jahre zurück, denn der 8. Mai 1945 war für mich in seinen Folgen auch etwas Unwirkliches und nicht Normales. In meinem Kopf waren noch der Krieg und die Angst gespeichert, eine Angst, die durch die Dresdner Bombennacht mit anschließender Evakuierung und Flucht geprägt war. Fast ein Jahr ohne Schule und ohne ärztliche Hilfe war ich mit meiner Mutter unterwegs und habe überlebt. 1945 war das Leben ebenso wenig normal wie heute. 1945 lagen die Städte in Trümmern und die Straßen waren zerstört. Jetzt sind Städte und Straßen wieder aufgebaut, aber menschenleer. Mir wird bewusst, dass der Krieg mich mein ganzes Leben als Resultat eines nationalsozialistisch menschenverachtenden Geschehens beschäftigt hat.

Angesichts der schrecklichen Corona-Pandemie mit viel8en Opfern und Einschränkungen lässt sich der 2. Weltkrieg nicht ausklammern, der nach einer bedingungslosen Kapitulation für das befreite Deutschland in seinen Folgen keine berechenbare Zukunft voraussah. Nach dem von Henry Morgenthau entwickelten, Ende 1944 fallen gelassenen Plan, sollte ein besiegtes Nachkriegsdeutschland allenfalls nur radikal zerstückelt und territorial reduziert als bedeutungsloser Agrarstaat weiter bestehen dürfen. Doch dürfte dieser Plan auch dazu beigetragen haben, dass Hitler den Krieg fanatisch in seinem narzisstischen Elend krankhaft selbstzerstörerisch um jeden Preis in steigernder Grausamkeit fortsetzen ließ, um mit seinem

Tod noch viele mitzunehmen und um Deutschland in einen kollektiven Suizid zu führen. Dieser Weltkrieg löschte 55 Millionen Menschenleben aus. Die meisten Menschen verlor Russland mit 20,6 Millionen, davon 7 Millionen Zivilisten. Deutschland lag buchstäblich in Schutt und Asche. In Deutschland fanden ca. 5,3 Millionen Menschen, davon 4,8 Millionen Soldaten den Tod. In Polen wurden allein 4,2 Millionen Zivilisten getötet. Millionen fanden den Tod in den Konzentrationslagern. Die Opfer, Juden, Sinti, Romas, Polen, Russen und Afro-Amerikaner wurden als „Untermenschen“ etikettiert. Ich begriff auf der Flucht im Alter von neun Jahren am 8. Mai 1945 in Altenberg auf dem Weg nach Ober-Zinnwald (ČSSR) noch nicht, in welcher Welt ich gelebt hatte. Ich hatte nur überlebt. Die Generation, die nur wenige Jahre älter als ich warCorona , gehörte schon zur „Generation ohne Abschied“, nach Wolfgang Borchert diejenigen, die „unterwegs“ waren. Auch meine Mutter und ich waren unterwegs. Über diese Generation schrieb Wolfgang Borchert, in diesen Tagen auch „unterwegs“: „Wir sind eine Generation ohne Bindung und ohne Tiefe. Unsere Tiefe ist Abgrund“. Heinrich Böll schrieb: „Borcherts Schrei galt den Toten, sein Zorn den Überlebenden, die sich mit der Patina geschichtlicher Wohlgefälligkeit umkleideten.

Millionen waren unterwegs. Es kamen die ersten Züge mit den Vertriebenen aus Schlesien und dem Sudetenland, viele zu Fuß. So drängten sich die Menschen dicht an dicht – ohne Abstand – und kletterten auf offene Eisenbahnwagons. Die Wartesäle wurden unsere Schlafsäle. Immer wieder warteten wir auf den nächsten Zug.

Wolfgang Borchert schrieb: „Denn wir wollen nach Hause. Wir wissen nicht, wo das ist: Zu Hause. Eisenbahnen, nachmittags und nachtsSie sind wie wir. Keiner garantiert ihren Tod in ihrer Heimat. Sie sind ohne Ruh und Rast der Nacht. … Sie sind wie wir. Sie halten alle viel mehr aus, als alle geglaubt haben. … Und wenn es aus ist, was ist ihr Leben? Unterwegssein. … Eisenbahnen, nachmittags und nachts. Diese Sätze habe ich erst 15 Jahre später gelesen, und ich wusste sofort: das war unser Unterwegssein, diese „Eisenbahnen, nachmittags und nachts“, waren unsere Eisenbahnen.

Wir hatten Hunger und lernten „Fringsen“, genannt nach dem Kölner Kardinal Frings, der Menschen rechtfertigte, die aus Hunger gestohlen hatten, um leben zu können.

Heinrich Böll schrieb (aus „Das Brot der frühen Jahre„): „Der Hunger lehrte mich die Preise; der Gedanke an frisch gebackenes Brot machte mich ganz dumm im Kopf, und ich streifte oft abends stundenlang durch die Stadt und dachte nichts anderes als: Brot … Ich war brotsüchtig, wie man morphiumsüchtig ist …“.

So lebten wir vor 75 Jahren. Und wie leben wir heute? Zu Hause im Corona Shutdown sind wir satt, werfen Brot weg und hamstern Klopapier und sind nicht unterwegs – oder doch?  Wir leben wochenlang mit Einschränkungen und der Angst vor Ansteckung einer tödlichen Krankheit, die die Schwächsten unserer Gesellschaft besonders hart trifft. Denken wir an die Flüchtlinge auf den griechischen Inseln, an die Kinder, die unterwegs sind wie ich vor 75 Jahren und deren Not wir angesichts eigener Nöte verdrängen. Heute wie vor 75 Jahren brauchen wir das Ja zum Leben und den Appell zu mehr Solidarität und nicht nur Ängste um Demokratie und Freiheit. Freiheit ist nach Friedrich Hegel die Einsicht in die Vernunft, und die ist mehr denn je gefragt. Ich stimme in den Aufschrei von Wolfgang Borchert ein:

„Ich möchte Leuchtturm sein

in Nacht und Wind –

für Dorsch und Stint –

für jedes Boot –

und bin doch selbst

ein Schiff in Not!“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Partnerschaftskomitee Bad Honnef – Wittichenau würdigte die Deutsche Einheit von Klaus Köhn

Es war schon eine Feierstunde der besonderen Art, zu der die Partnerschaftskomitee-Vorsitzende Cornelia Nasner in Bad Honnef zum deutschen Nationalfeiertag eingeladen hat. Vor 30 Jahren haben historische Ereignisse, zu denen die Grenzöffnung in Ungarn, die Abreise der DDR-Flüchtlinge aus der deutschen Botschaft in Prag und die sich wöchentlich steigernde friedliche Revolution, in der Hunderttausende DDR-Bürgerinnen und Bürger auf den Straßen mutig demonstrierten, gehörten, Mauerfall und Grenzöffnung vorbereitet. Sätze wie „Wir sind das Volk! Wir sind ein Volk!!!“ sollten ein geschichtsträchtiges, nicht zu erwartendes Ereignis einleiten: Die Wiederherstellung der Deuten Einheit.

Cornelia Nasner begrüßte im Bad Honnefer Kunstraum, wie schon aus anderen Anlässen gewohnt, Bürgermeister Otto Neuhoff, eine Delegation aus Wittichenau mit dem Vorsitzenden des Wittichenauer Partnerschaftsvereins Peter Popella, seiner Frau Maria und Pfarrer Michael Bresan. Mit letzterem hat der ehemalige Bad Honnefer Bürgermeister Werner Osterbrink und Initiator der Partnerschaft zwischen unseren Städten am 9. November 1989 die aufregenden Ereignisse als Zeitzeuge in Nebelschütz verfolgt.

Mit nachdenklichen Sätzen an ihre aufmerksamen Zuhörer richtete Cornelia Nasner die Gedanken mit den Fragen in die Zukunft: „Was wird in zehn oder zwanzig Jahren sein? Wird dann noch jemand im Kunstraum sitzen, um den Tag der Deutschen Einheit zu feiern?“ Mauer und Stacheldraht, den Todesstreifen an der deutsch-deutschen Grenze kennt schon heute die junge Generation nur noch aus  den Geschichtsbüchern.

Cornelia Nasner: „Für meine Großeltern war die deutsche Einheit noch eine Selbstverständlichkeit, für mich war es bis 1989 das geteilte Deutschland – und für die junge Generation ist es selbstverständlich, auf der Autobahn Herleshausen zu passieren, ohne die Geschwindigkeit zu drosseln. So ist es mit den Selbstverständlichkeiten …“

Umso wichtiger sei es, die Erinnerung an die Ursachen der deutschen Teilung, an die Zeit der DDR, an das Jahr 1989 und daran, was Krieg und Unfreiheit bedeuten, wach zu halten. Sie machte deutlich „was man erreichen kann, wenn man den Mut hat, gemeinsam friedlich auf die Straße zu gehen und für seine Überzeugung einzustehen“.

Die eindrucksvolle Feierstunde wurde von einer künstlerischen Auseinandersetzung junger Menschen mit dem ersten Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer, „eingerahmt“. Die Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus in Rhöndorf zeigt derzeit im Kunstraum in Kooperation mit dem Kunstkolleg und der Kunstakademie Hennef (RSAK) die Ausstellung „Konrad Adenauer im Portrait“. Sie war Grund und Anlass für die Festrede von Hanns Jürgen Küsters, Professor für politische Wissenschaft und Zeitgeschichte an der Universität Bonn, mit seiner Frage: „Was hat Konrad Adenauer zur Deutschen Einheit beigetragen?“. Zu dieser Frage trug Ron Meier, Dozent an der RSAK mit der Aussage bei: „Adenauer hat die junge Bundesrepublik sehr geprägt. Ein neuer Blick auf ihn lohnt sich immer.

Diesen Blick jetzt auszuweiten, auch um auf die Ausstellung über Konrad Adenauer näher einzugehen, würde den Bericht über die Feierstunde auf ein anderes, für die gegenwärtige Deutsche Einheit relevantes Thema lenken, über dass ich zum dreißigsten Jahrestag des 9. November schreiben werde.

 

Kinder aus Wittichenau verbrachten Ferienwoche in Bad Honnef

Auch in diesem Jahr verbrachten wieder sieben Kinder aus Wittichenau im Alter zwischen 10 und 13 Jahren eine Woche der Herbstferien in Bad Honnef. Doris Altmann, die Leiterin des Wittichenauer Schulclubs, und Schulsozialarbeiter Philipp Schwabe hatten mit Unterstützung des Partnerschaftskomitees Bad Honnef / Wittichenau ein schönes Programm „auf die Beine gestellt“. Höhepunkte waren – wie schon im letzten Jahr – ein Schnuppertraining Boxen beim ATV Selhof, ein Besuch bei der Feuerwehr sowie zwei Nachmittage im Haus der Jugend.
Untergebracht war die Gruppe in der Bad Honnefer Jugendherberge, wo sich alle sehr wohl fühlten.
Im Rahmen einer Nachtwanderung am Abschlussabend erzählten alle Kinder begeistert von ihren Erlebnissen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir nun im zweiten Jahr eine Kindergruppe aus Wittichenau in Bad Honnef begrüßen konnten und auf diese Weise schon die ganz junge Generation in die Partnerschaftsaktivitäten einbezogen wird“, so Cornelia Nasner, Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Bad Honnef / Wittichenau. „Ein ganz herzlicher Dank gilt Anke Müller vom ATV Selhof, der Bad Honnefer Feuerwehr sowie Markus Biehler vom Haus der Jugend für ihre Unterstützung!“

Eine Wiederholung im nächsten Jahr ist geplant.

 

Bildershow der Jahresreises 2018 „Schlösserland Sachsen“

Viele Mitreisende und Mitglieder des Partnerschaftskomitees Bad Honnef – Wittichenau waren der Einladung zum Nachleseabend der diesjährigen Jahresreise in das Schlösserland Sachsen im „Alten Rathaus“ gefolgt. Helmut Scholz hatte aus mehr als 5000 Fotos eine perfekte Bildpräsentation professionell zusammengestellt und mit Musik untermalt. Erinnerungen an Dresden, Meißen mit der Porzellanmanufaktur, dem Elbsandsteingebirge und die sächsischen Schlösser wie Pillnitz, Weesenstein wurden wieder wach. Der Besuch in der Partnerstadt Wittichenau und der erlebten Gastfreundschaft begeisterte noch im Nachhinein die Mitreisenden. Cornelia Nasner, Vorsitzende des Komitees bedankte sich mit einer großen Flasche Kellerbier aus der Wittichenauer Stadtbrauerei unter Beifall der Zuschauer bei Helmut Scholz für die großartige Präsentation.

Peter Endler, Leiter der Jahresreisen des Komitees, stellte anschließend, die mit Spannung erwartete Jahresreise 2019 vor. Die Fahrt ist vom 01.09. bis 07.09.2019 nach Südböhmen geplant.

Feierstunde am Tag der deutschen Einheit: „Kunst im geteilten Deutschland“

Mit der Veranstaltung „Kunst im geteilten Deutschland“ feierte das Partnerschaftskomitee Bad Honnef-Wittichenau im Kunstraum im Bad Honnefer Rathaus den Tag der Deutschen Einheit. Zeitzeugen berichteten vom Leben in der ehemaligen DDR und davon, wie sie die Zeit erlebten, als die Mauer fiel.
Aus Wittichenau in der Oberlausitz eigens angereist waren Bürgermeister Markus Posch und stellvertretender Bürgermeister Georg Szczepanski. Bürgermeister der Stadt Bad Honnef Otto Neuhoff würdigte, dass sie den weiten Weg auf sich genommen hatten, um an der Feierstunde teilzunehmen. Auf dem Flügel spielte er die deutsche Nationalhymne und die Einstimmung auf die Veranstaltung gelang.
Cornelia Nasner, Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Bad Honnef-Wittichenau, moderierte. Sie interviewte drei Gäste, die anschaulich aus ihrem Leben in der DDR und über die Zeit des Mauerfalls erzählten.
Donatus Weinert ist einer der ersten Aktivisten in der Leipziger Nikolaikirche. 1984 war er aus der DDR ausgereist. Als Liedermacher und Illusionist beeindruckte er auch das Publikum im Bad Honnefer Kunstraum. Seine Songs fordern auf, über das Leben und die Freiheit nachzudenken. Mit seiner Zauberei verblüffte er, zumal er sie mit passenden fein- und hintersinnigen Worten begleitete. Jeder Mensch trage Magie in sich, sagte er. Er wolle in den Köpfen „einen Knoten hinterlassen“, so wie er es auch mit seinem Trick, drei Seile zu verbinden und wieder zu lösen, bewerkstelligte.
Die aktuelle Ausstellung im Kunstraum war der würdige Rahmen für die Veranstaltung, Werke von Karl-Heinz Hochstädt, Kunstpädagoge und Maler aus Sophla bei Wittichenau, waren zu sehen. Er erzählte, wie schwierig es war, als Künstler und auch Kunsterzieher und Deutschlehrer in der DDR zu arbeiten. Entsprechend habe sich nach der Wende seine Kunst unter dem Einfluss der erhofften Freiheit verändert.
Dritter Gast war der deutsch-sorbische Schriftsteller Benedikt Dyrlich (Dresden/Bautzen). Er sagte: „Der größte Gewinn ist, dass ich heute frei meine Meinung äußern kann und nicht von einer staatlichen Behörde beobachtet werde.“ Er war Mitglied der sorbischen Volksversammlung und nach der Wende Mitbegründer eines SPD-Ortsvereins. Auch in seinem Lebenslauf spiegelt sich die deutsche Geschichte bis heute.
Hans-Joachim Zick aus Bad Honnef spielte zum Abschluss auf dem Flügel gekonnte Variationen der deutschen Nationalhymne, die am Ende von allen mitgesungen wurde.
Durch die gut besuchte Veranstaltung gelang es, den Tag der Deutschen Einheit zu würdigen und auf die besondere Städtepartnerstadt Bad Honnefs mit Wittichenau aufmerksam zu machen. Sie besteht seit August 1990. Wittichenau beheimatet eine Vielzahl von Bürgerinnen und Bürgern, die die sorbische Minderheit in Deutschland repräsentieren und sorbische Traditionen pflegen. Das Partnerschaftskomitee förderte vor allem in den ersten Jahren des Bestehens nach 1990 Ausbildungsmaßnahmen für Jugendliche. Heute liegt der Schwerpunkt des Engagements auf kulturellem Austausch und den Begegnungen.

Foto: Auf dem Podium im Bad Honnefer Kunstraum  – v. l. Donatus Weinert (Liedermacher und Illusionist), Kunstpädagoge und Maler Karl-Heinz Hochstädt, Cornelia Nasner (Vorsitzende des Bad Honnefer Partnerschaftskomitees) und der deutsch-sorbische Schriftsteller Benedikt Dyrlich

Pressemitteilung der Stadt Bad Honnef, Foto: Christine Pfalz

Feierstunde am Tag der deutschen Einheit

Das Partnerschaftskomitee Bad HonnefWittichenau lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer Feierstunde zum Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober um 11.00 Uhr in den Kunstraum Bad Honnef (Rathausplatz 3) ein.
„Der Tag der deutschen Einheit ist kein Tag wie jeder andere. Wir möchten mit unserer Veranstaltung an die deutsche Teilung, den Fall der Mauer und die Wiedervereinigung erinnern“, so die Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Cornelia Nasner.
Die Veranstaltung steht in diesem Jahr unter dem Motto „Kunst im geteilten Deutschland“. Im Mittelpunkt steht eine Gesprächsrunde mit drei Zeitzeugen, die das Thema aus eigener Erfahrung beleuchten werden: Benedikt Dyrlich ist einer der wichtigsten sorbischen und zugleich deutschsprachigen Schriftsteller der Gegenwart und kommt aus Dresden. Karl-Heinz Hochstädt ist Kunstpädagoge und ein bekannter Maler aus unserer sächsischen Partnerstadt Wittichenau. Und Donatus Weinert, Magier und Musiker, war als Leipziger Liedermacher einer der ersten Aktivisten beim Friedensgebet in der Nikolaikirche.
Die Veranstaltung wird bereichert durch musikalische Beiträge und Zauberei von Donatus Weinert und findet in besonderem Rahmen statt: Karl-Heinz Hochstädt präsentiert vom 2. bis zum 7. Oktober im Kunstraum seine Ausstellung „Weltsicht“. Außerdem wird der Wittichenauer Bürgermeister Markus Posch an der Veranstaltung teilnehmen und ein Grußwort sprechen.
Alle Interessierten sind zu der Veranstaltung herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Aus organisatorischen Gründen werden Anmeldungen erbeten: cornelia.nasner@t-online.de oder 02224/73234 (AB)

 

Partnerschaftskomitee Bad Honnef – Wittichenau feiert 25jähriges Bestehen

Diskussionveranstaltung mit Gästen aus Sachsen, Polen und Tschechien:
Europa aus dem Blick unserer östlichen Nachbarn

1990 wurde die Städtepartnerschaft zwischen Wittichenau und Bad Honnef besiegelt, drei Jahre später – vor 25 Jahren – gründete sich das Partnerschaftskomitee Bad Honnef – Wittichenau e.V. Gefeiert wird dieses Jubiläum mit einer Veranstaltung zum Thema „Europa“ am 24. August (Freitag) um 19.00 Uhr im Kunstraum Bad Honnef (Rathausplatz 3). Die Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Cornelia Nasner wird mit Gästen aus Sachsen, Polen und Tschechien die Bedeutung Europas aus dem Blick unserer östlichen Nachbarn diskutieren. Dabei sein werden Maria Michalk (langjährige Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Bautzen – Weißwasser bis 2017, Vorsitzende des Christlich-Sozialen Bildungswerks Sachsen), Ryszard Galla (polnischer Sejm-Abgeordneter, Opole) sowie Dr. Jan Heinzl (Leiter der internationalen Begegnungsstätte im Kloster Hejnice, Tschechien).

Nachdem in den ersten Jahren der Städtepartnerschaft das gegenseitige Kennenlernen und ganz praktische Hilfen, wie die Vermittlung von Ausbildungsplätzen für Jugendliche aus Wittichenau, im Mittelpunkt der Arbeit des Partnerschaftskomitees standen, geht es inzwischen längst nicht mehr um Unterstützung, sondern darum, die Städtepartnerschaft weiter zu festigen und mit immer neuen Projekten lebendig zu erhalten.

„Nicht zuletzt durch die trinationalen Jugendbegegnungen, die wir gemeinsam mit unseren Partnern in Wittichenau und dem Partnerschaftskomitee Berck-sur-mer bereits zweimal organisiert haben, sind uns die Chancen deutlich geworden, die die innerdeutsche Städtepartnerschaft als „Brücke“ in einem europäischen Städtepartnerschaftsnetz bietet – zwischen unseren Partnerstädten Berck-sur-mer (Frankreich), Ludvika (Schweden) sowie Cadenabbia (Italien) und den beiden Partnerstädten von Wittichenau, Lubomierz (Polen) und Tanvald (Tschechien)“, so die Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Cornelia Nasner. „Dies war der Anlass für uns, den europäischen Gedanken in den Mittelpunkt unserer Jubiläumsfeier zu stellen.“

Die Diskussion wird in einem ganz besonderen Rahmen stattfinden – der Bad Honnefer Künstler Dr. Ulrich Cremer präsentiert im Kunstraum seine Ausstellung „Plakate für Europa II – Europa und der Rhein“.

Alle Interessierten sind zu der Jubiläumsveranstaltung herzlich eingeladen. Aus organisatorischen Gründen bittet das Partnerschaftskomitee um Anmeldungen: cornelia.nasner@t-online.de oder 02224/73234.

Jahresreise in das Schlösserland Sachsen

Die diesjährige Jahres- und Bildungsreise des Partnerschaftskomitees Bad HonnefWittichenau führte zu den sächsischen Schlössern um Dresden und nach Wittichenau, eine der Partnerstädte von Bad Honnef.
Die Reiseteilnehmer konnten die Geschichte und die Entwicklung des Porzellans in den „Porzellanwelten“ auf der Leuchtenburg bei Jena, in der Porzellanmanufaktur Meißen und im Schloss Belvedere in Weimar erleben. Mit Recht nennt sich Sachsen auch das Schlösserland in dem „Alte Pracht in neuem Glanz“ erstrahlt, geprägt von August dem Starken und den besten Architekten seiner Zeit. Die liebevoll restaurierten Schlösser und Parks von Pillnitz, Moritzburg, Weesenstein und die Festung Königstein begeisterten die Mitreisenden. Das Elbsandsteingebirge mit den bizarren Felsformationen und der Besuch der Bastei waren weitere Höhepunkte der Reise.
In Dresden standen die weniger besuchte Neustadt und eine Stadtfahrt zu Wasser auf dem Programm.
In Wittichenau wurde die Besuchergruppe von dem Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins Peter Popella und von Beate Hufnagel von der Stadtverwaltung empfangen. Erstmalig hatten die Fahrtteilnehmer die Gelegenheit, die Wittichenauer Majawerke, eine der modernsten Fertigungsstätten für Leichtbaumöbel in Deutschland, zu besichtigen. Der Betriebsleiter Christoph Fichtner führte die Bad Honnefer unter Begleitung von Wittichenauer Freunden durch die Fabrikationsanlage. Mit über 850 Mitarbeitern ist der Betrieb einer der größten Arbeitgeber in der Region. Die Werke sind ein Beispiel für die wirtschaftliche Entwicklung von Wittichenau nach der Wende.
Schon zur Tradition gehört die Einladung der Wittichenauer Gastgeber zu einer Kaffeetafel im ehemaligen Bahnhof. Das mannigfaltige Kuchenbuffet hatten die Damen aus dem Vorstand und Mitglieder eigens für ihre Gäste gebacken. Eine besondere Freude war es, das neu gewählte Vorstandsmitglied des Partnerschaftsvereins Wittichenau, Dr. Nicola Schott, geborene Saring, zu treffen, die ihre berufliche Karriere mit einer Ausbildung bei der Stadtsparkasse Bad Honnef begann und sich nach wie vor mit Bad Honnef verbunden fühlt.
Zum Abschluss bedankte sich das mitgereiste Vorstandsmitglied des Partnerschaftskomitees Ludvika Hartmut Nitsch für alle Teilnehmer bei Christel und Peter Endler sowie bei Inge Niepel für die „wunderschöne abwechslungsreiche Reise und aufmerksame Betreuung“.
Die Reisegruppe kehrte nach sechs Tagen mit vielen neuen Eindrücken aus dem Schlösserland Sachsen nach Bad Honnef zurück.

Foto: Peter Endler

 

Ministerpräsident Kretschmer eröffnete Bad Honnef Europa-Ausstellung in Wittichenau

„Das Friedensprojekt Europa ist zu wichtig, um Gedankenlosigkeit und Egoismus der Europagegner zu ignorieren. Diese Erkenntnis brachte mich spontan dazu, mit Plakaten Werbung für Europa zu machen. Manchmal muss man etwas sagen!“ Mit diesen Worten eröffnete der Bad Honnefer Künstler Dr. Ulrich Cremer vor einem Jahr seine Europa-Ausstellung im Kunstraum in Bad Honnef.
Wie bereits berichtet, konnte die Ausstellung durch Vermittlung des Partnerschaftskomitees Bad Honnef – Wittichenau und des Wittichenauer Partnerschaftsvereins unter Leitung von Peter Popella im März in der christlichen Schule in Hoyerswerda präsentiert werden. Und pünktlich zum EU-Projekttag wurde sie nun in der Oberschule unserer Partnerstadt Wittichenau eröffnet – und zwar durch den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer.
„Als der Ministerpräsident erfahren hat, dass in Wittichenau eine Ausstellung zum Thema Europa gezeigt wird, hat er spontan entschieden, an der Eröffnung teilzunehmen“, berichtet die Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Bad Honnef – Wittichenau Cornelia Nasner: „Darüber haben wir uns natürlich besonders gefreut.“
Intensiv wurden die Schüler im Vorfeld auf das Thema Europa vorbereitet. Die Ausstellungseröffnung begann mit einer Podiumsdiskussion unter dem Motto „Wie weiter mit Europa?“, an der neben Ministerpräsident Kretschmer der Wittichenauer Bürgermeister Markus Posch, ein Vertreter des sächsischen Landesamtes für Schule und Bildung sowie Cornelia Nasner als Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Bad Honnef – Wittichenau teilnahmen.

 

 

 

Anschließend eröffnete Cornelia Nasner die Ausstellung, indem sie die Einführungsrede des Künstlers Dr. Ulrich Cremer verlas, der an der Veranstaltung leider nicht selbst teilnehmen konnte.

„Unser herzlicher Dank gilt allen, die daran mitgewirkt haben, dass die Europa-Ausstellung in Wittichenau gezeigt wird. Die eindrucksvollen Plakate von Ulrich Cremer können sicher einen Beitrag dazu leisten, den Schülerinnen und Schülern der Oberschule Wittichenau die Bedeutung Europas gerade auch für Deutschland näherzubringen“, so Cornelia Nasner.

Wittichenauer Band „Acapulco“ in Bad Honnef

Endlich hat es geklappt: Nachdem die Bad Honnefer Band „Part of the Crowd“ bereits drei Mal beim Stadtteichfest in unserer sächsischen Partnerstadt Wittichenau aufgetreten ist, kam es jetzt – lange geplant – endlich zum Gegenbesuch. Die Wittichauer Band „Acapulco“ spielte bei der 4. Hautnah-Rocknacht „Rock op Selef“ im Saal Kaiser.
Im Namen des Partnerschaftskomitees Bad Honnef – Wittichenau begrüßte die Vorsitzende Cornelia Nasner die Bandmitglieder vor ihrem Auftritt sehr herzlich. „Wir freuen uns riesig, dass es in diesem Jahr gelungen ist, „Acapulco“ nach Bad Honnef zu holen.“
Einen herzlichen Dank richtete sie an Joachim Langbein und die Mitglieder der Band „Part oft he Crowd“, die den Auftritt vermittelt hatten und die Wittichenauer Freunde beherbergten.
„Wie schön, dass es durch die Musik immer wieder gelingt, neue Kontakte zwischen den Partnerstädten zu knüpfen – gerade auch in der jungen Generation“, so Cornelia Nasner.

 

Drei Radler aus Bad Honnef gut in Wittichenau angekommen

Die drei Radler, die an Fronleichnam von Bad Honnef aus nach Wittichenau gestartet sind, sind nach ca. 750 km gut in unserer Partnerstadt angekommen.  „Wir wurden von dem Wittichenauer Bürgermeister Markus Posch, von dem Vorsitzenden des Wittichenauer Partnerschaftsvereins Peter Popella und weiteren Mitgliedern des Partnerschaftsvereins  herzlich empfangen. Heute werden wir die Gegend erkunden“, so  Bruno Barbier, Markus Ersfeld und Detlef Effertz nach ihrer Ankunft.
„Ich möchte mich auch im Namen des Partnerschaftskomitees Bad HonnefWittichenau bei den dreien sehr herzlich für diese tolle Aktion bedanken, mit der sie eine ganz besondere Brücke zwischen Bad Honnef und Wittichenau geschlagen haben“,  so Cornelia Nasner, Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Bad Honnef – Wittichenau.

Jahresreise 2017: „Reformation in Mitteldeutschland“

Die diesjährige Jahres- und Bildungsreise des Partnerschaftskomitees Bad Honnef – Wittichenau führte aus Anlass des 500jährigen Jubiläums der Reformation nach Mitteldeutschland. Michael Lingenthal, Vorstandsmitglied des Partnerschaftskomitees, hatte die Reisegruppe vorab in einem Vortrag auf die Besichtigungsorte und das Wirken von Martin Luther in diesen Orten gut vorbereitet.
Erste Station der Reise war Schmalkalden, Namensgeber des Schmalkaldischen Bundes, ein 1531 geschlossenes Verteidigungsbündnis protestantischer Fürsten und Städte gegen die Religionspolitik des katholischen Kaisers Karl V. Vor dort reiste die Gruppe nach Leipzig und besuchte u.a. die Nikolaikirche, die durch die Montagsdemonstrationen und Friedensgebete 1989 zum Symbol der friedlichen Revolution in Deutschland wurde. Für die Mitglieder des innerdeutschen Partnerschaftskomitees war der Besuch dieses geschichtsträchtigen Ortes ein ganz besonderes Erlebnis. In der Thomaskirche, in der Johann Sebastian Bach wirkte, kam die Gruppe in den Genuss, eine Motette anhören zu können. Die Lutherstadt Wittenberg, wo Martin Luther 1517 seine 95 Thesen eigenhändig an die Schlosskirche genagelt haben soll, stand ebenfalls auf dem Programm. Die Stadt hatte sich zum Jubiläum und des bevorstehenden evangelischen Kirchentages besonders herausgeputzt.
Ein Verschmelzen von Kunst und Natur erlebten die Mitreisenden beim Besuch des Gartenreiches in Wörlitz, dem ersten englischem Landschaftspark auf dem europäischen Festland.
Den Abschluss der Reise bildete der Besuch der Wartburg mit der nationalen Sonderausstellung „Luther und die Deutschen“. „Für die einen war er der Prophet der Deutschen, der Befreier, Held und Identitätsstifter, für die anderen der cholerische Grobian, der Schandvogel, der Separatist. Seit 500 Jahren rieben und schieden sich die Geister an Luther“, ist in der Einführung zur Ausstellung zu lesen.
Zum Abschluss der Reise bedankte sich Dr. Johanna Kahr für die Reisegruppe mit herzlichen Worten bei Christel und Peter Endler für die hervorragende Vorbereitung und Leitung der Reise.

Jahresprogramm 2017

5. Mai, 19.30 Uhr:
Einführungsveranstaltung zur Jahresreise
(Vortrag von Michael Lingenthal: „Reformation in Mitteldeutschland“)

18. Mai – 23. Mai:
Jahresreise „Reformation in Mitteldeutschland“
(ausgebucht)

11. August 19:30 Uhr
Nachleseabend zur Jahresreise

18. August, 15.00 Uhr:
Geschichtsweg Bad Honnef Mitte mit Dr. Hans Peter Mensing

7. – 13. August:
Trinationale Jugendbegegnung in Lubomierz (Polen)

3. Oktober:
Veranstaltung zum Tag der Deutschen Einheit

Dezember:
Adventsausflug